Dezember 2014: Wie die Büchertasche 3 zu den Kindern kommt

Über ein besonderes Weihnachtsgeschenk dürfen sich etwa 300 Erstklässler in den nächsten Wochen freuen.

Die Bitburger Buchpaten Rüdiger Mies, Annerose Grün, Agnes Hackenberger, Inge Solchenbach, Margret Burbach, Maria Dinkgraeve, Inge Meier, Rolf Mrotzek und Rudi Rinnen werden die Schülerinnen und Schüler in den Grundschulen in Bitburg und den umliegenden Gemeinden besuchen, ihnen die Büchertasche 3 überreichen und sicherlich auch die eine oder andere Geschichte aus dem von den Buchpaten selbst verlegten Buch „Wie der Karpfen zum Schnuller kam“ vorlesen.

Neben einem Buch, das die Leseanfänger zum Schmökern bringen soll, enthält die Büchertasche 3 auch einen Gutschein für einen Leseausweis der städtischen Bibliothek der Dr.-Hanns-Simon-Stiftung in der Brodenheckstraße 13-15 in Bitburg. Dort warten in der Kinder- und Jugendbuchabteilung viele weitere tolle Bücher darauf entdeckt und kostenlos zum Lesen und Vorlesen ausgeliehen zu werden.

Die Bitburger Buchpaten wünschen frohe Festtage und viel Spaß beim Lesen!

Text: Katharina Gangolf


Kleiner Buchpatenbericht aus der Grundschule Seffern, 1. Klasse Klassenlehrerin Frau Hommens

Ausgewählte Geschichte: „Die Quasselkiste"
Aus den angegebenen Terminen hatte ich den 18. Dezember gewählt, den letzten Schultag vor den Weihnachtsferien. Die Klassenlehrerin, Frau Hommens, hatte mich für 10.15 Uhr in die Klasse eingeladen, und die Kinder kamen aus der Turnhalle von einer Entspannungsübung -das passte also sehr gut. Nach einer Begrüßung stellte ich mich und das Buch vor, und die 13 Schülerinnen und Schüler (1 Kind fehlte entschuldigt) verteilten sich im Stuhlkreis um mich.

Auf der Titelseite des Buches stand die Aufforderung: "Erst ich ein Stück, dann du ein Stück". Die Kinder waren aber noch nicht in der Lage, Texte zu lesen, sie erlernen die Wörter durch zusammengesetzte Silben: en- le- usw. Also lasen Frau Hommens und ich abwechselnd.

Wir stellten jedoch fest, dass für die relativ langen Geschichten das Konzentrationsvermögen und das Stillsitzen eine Überforderung darstellten. Die Überleitung vom Text zu einem Gespräch mit den Kindern wurde daher zu einer guten und abwechslungsreichen Lösung. Gespräche überGeschwister, Erlebnisse und neugierige Fragen lockerten das Ganze auf und machten richtig Spaß. Dabei stellte sich unter anderem auch heraus, dass es bei einem Kind zu Hause gar keine Bücher gab .Bunte Namenskärtchen sorgten am Ende
für Spannung, denn so blieb die Reihenfolge bei der Verteilung der Buchtaschendem Zufallsprinzip überlassen.

Interessant und gleichzeitig ein Geschenk für mich: Die unterschiedlichen Reaktionen der Kinder, z.B .hinsichtlich Höflichkeit und Umgang, und überhaupt ihr ganzes Verhalten.

Mein Bericht ist auch eine gute Gelegenheit für einen herzlichen Dank an Frau Hommens. Man spürte, dass sie mit pädagogischem Geschick +und viel Geduld den Kindern den Einstieg in ein soziales Klassengefüge ermöglicht und sie zu einer Gemeinschaft zusammenwachsen lässt.

Marianne Thomas